welcher bis heute besteht, aber von keinem Land der Welt anerkannt wurde. Unter der Schirmherrschaft der OSZE wurden Verhandlungen über eine Wiedervereinigung als Föderation aufgenommen, welche im August 2002 kurz vor dem Abschluss standen. Verschiedene Protestaktionen und eine unnachgiebige Haltung der involvierten Parteien auf beiden Seiten verhinderten aber bis heute eine politische Lösung dieses Konfliktes.
Moldawien gilt noch hinter Albanien als ärmstes Land Europas. Die Kindersterblichkeit lag noch vor zwei Jahren bei 17%. Der wichtigste Wirtschaftsfaktor ist der Agrarsektor mit einem Anteil von 46% am BIP. Das durchschnittliche Monatseinkommen beträgt 40.-- Schweizer Franken pro Kopf. Durch fehlende politische Reformen wurden 2002 Kredite des IWF und der Weltbank blockiert. Es wurde allgemein mit der bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit des Landes gerechnet. Gemäss inoffiziellen Angaben arbeiten und leben etwa ein Viertel der Moldawier (ca. 1 Million!) zum grössten Teil illegal im Ausland. Man vermutet, dass dieses Geld, welches vom Ausland zurück in die Familien nach Moldawien fliesst, die Wirtschaft im Land überhaupt am Leben erhält.
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